Ich arbeite an der Idee eines Zahlensystems, das zyklische Zusammenhänge der Natur zum Ausgangspunkt nimmt. Meine Leitfrage: Wie stark prägt unsere Art zu rechnen die Modelle, mit denen wir das Universum beschreiben?
Meinen Gedankengang lesen
Die Frage hinter meiner Idee
Seit Langem suchen Forschende nach einer umfassenden Beschreibung des Universums. Mich beschäftigt dabei die Rolle von Korrekturfaktoren: Könnten manche Abweichungen auch damit zusammenhängen, wie wir die Welt mathematisch darstellen?
Kreis und Quadrat als Bild
Meine Vermutung lässt sich mit einem Bild ausdrücken: Wir versuchen, eine zyklische, in meiner Vorstellung unendliche Welt in geradlinige, „eckige“ Formeln zu fassen. Es ist, als wollten wir ein Quadrat in einen Kreis einpassen. Zwischen den geraden Kanten und der Rundung bleibt ein Zwischenraum. Auch bei immer feineren Annäherungen stellt sich für mich die Frage, ob wir nur nachbessern, statt den Ausgangspunkt zu verändern.
In meinem Denkmodell steht dieser Zwischenraum für die Abweichungen, die wir durch Korrekturen ausgleichen. Das ist zunächst eine anschauliche Analogie, keine mathematische Herleitung für die Entstehung von Korrekturfaktoren.
Ein anderer Ausgangspunkt
Wir Menschen haben Zahlensysteme entwickelt, die zu unserem Denken und unseren Aufgaben passen. Das Universum muss sich jedoch nicht nach unseren Konventionen richten. Deshalb möchte ich untersuchen, wie eine Rechenweise aussehen könnte, die Zyklen und Wiederkehr von Anfang an berücksichtigt.
Mein Ziel formuliere ich bewusst bildhaft: Ich suche nach einem Zahlensystem, das nicht wir dem Universum vorgeben, sondern das sich aus seinen eigenen Zusammenhängen ergibt.
Projektstand: persönliche Hypothese in Entwicklung. Präzise Definitionen, Rechenregeln und überprüfbare Beispiele sind die nächsten Schritte. Ich freue mich über sachliche Fragen, Gegenargumente und gemeinsame Überlegungen.
Die Idee gemeinsam diskutieren ↗